So ist das Leben …

So ist das Leben…

Wir treffen im Leben immer wieder auf verschiedene Menschen. Manche können wir vom ersten Moment an nicht leiden. Manchmal überraschen sie uns positiv und alles wendet sich. Manchmal auch nicht.
Es gibt Menschen, die wir sofort lieben. Bei manchen bleibt das so, bei anderen stellen wir später fest, dass wir mit unserer Meinung ziemlich daneben lagen.
Und es gibt Menschen, mit denen man sich Freundschaften wünscht, auch wenn man von vornherein weiß, dass man eigentlich viel zu verschieden ist. Und man kann nur versuchen, ob es funktioniert.
Manche Freundschaften funktionieren, obwohl man keine Ahnung hat, warum.
In manchen Beziehungen macht man Fehler, wo man keine machen sollte. Mit dem Partner oder mit einer Freundin, einem Freund. Oder der andere macht Fehler, wo er keine machen sollte. Oder man versteht sich einfach grundsätzlich falsch.
Oder man ist egoistisch, weil das Leben auf einen einstürmt, obwohl man viel lieber selbstlos wäre. Anders herum funktioniert das auch: Man kann auch selbstlos sein, bis zur Selbstaufgabe, obwohl man eigentlich mal gesunden Egoismus an den Tag legen müsste, um frei atmen zu können.
Man trifft im Leben eine Vielzahl falscher Entscheidungen. Aber auch, wenn man lernfähig ist, eine Reihe richtiger Entscheidungen. Jeder Mensch erlebt schlimme Dinge, irgendwann. Nicht umsonst gibt es den Spruch „unter jedem Dach ein Ach“. Das eigene Leid ist nicht wichtiger als das der anderen. Es ist nicht schlimmer. Es ist nur das eigene. Kein Grund, sich wichtig zu nehmen.
Manchmal frisst einen das eigene Leid auf. Dann ist es gut, Freunde zu haben, die einen stützen. In anderen Zeiten, wenn die Freunde im Leid versinken, kann man zurückgeben, was man erhalten hat. Mit ein bisschen Glück entsteht auf diese Weise ein Gleichgewicht.
Es gibt Beziehungen / Freundschaften, die zu tief kaputt sind, in denen Missverständnisse oder ein grundlegend anderes Verständnis der Dinge zu tief gehen, um irgendwas zu heilen. Was hilft dann?
Ich glaube, ab einem gewissen Punkt muss man verzeihen. Dem anderen verzeihen, dass er nicht perfekt ist, und sich selbst verzeihen, dass man nicht perfekt ist. Und akzeptieren, dass manche Dinge nicht dazu bestimmt waren, zu funktionieren. Und dann muss man loslassen und weitermachen. Mit etwas Glück und gutem Willen den anderen mit liebevoller Erinnerung im Herzen behalten. Das eigene Glück suchen, die eigene Leichtigkeit finden und genießen. In der Hoffnung, dass der andere es genauso macht.
Nachdem ich vor kurzem einen sehr lieb gewonnenen Freund viel zu früh verloren habe, kann ich sagen: Das Leben ist zu kurz, um dauerhaft durch Scheiße zu waten. Bitte entschuldigt die allzu direkte Ausdrucksweise.
Seid glücklich, wo es geht. Seid glücklich, mit wem es geht. Mit wem es nicht geht … Loslassen kann man lernen, so schwer es auch fällt.
Lebt. Liebt. Seid glücklich. Dafür sind wir doch hier.

4 Antworten
  1. Wolfgang Brunner
    Wolfgang Brunner says:

    Titat von Dir: „Ich glaube, ab einem gewissen Punkt muss man verzeihen. Dem anderen verzeihen, dass er nicht perfekt ist, und sich selbst verzeihen, dass man nicht perfekt ist. Und akzeptieren, dass manche Dinge nicht dazu bestimmt waren, zu funktionieren. Und dann muss man loslassen und weitermachen. Mit etwas Glück und gutem Willen den anderen mit liebevoller Erinnerung im Herzen behalten. Das eigene Glück suchen, die eigene Leichtigkeit finden und genießen. In der Hoffnung, dass der andere es genauso macht.“

    Das ist sehr schön geschrieben und trifft es auf den Punkt genau. 🙂
    Man muss seinen eigenen Weg gehen und diesen am besten mit Liebe und guter Laune füllen … 🙂

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  2. Josch
    Josch says:

    Ich bin bei Deinem Artikel hängen geblieben, weil er eine sehr positive, fast möchte ich sagen ideale Sicht auf die oft verworrene und komplizierte Beziehungsdynamik einnimmt. Ich bin etwas gespalten, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass man sich von destruktiven Beziehungen auch trennen muss. Und auch Toleranz hat Grenzen, nämlich dann, wenn es immer wieder zu den gleichen Verletzungen kommt. Dann sollte man erkennen und akzeptieren, dass zum Leben auch Scheitern gehört. Und selbstverständlich darf man darüber traurig sein, so wie man über den Verlust eines lieben Menschen eben trauert.

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    • Bettina Münster
      Bettina Münster says:

      Lieber Josch,
      ich stimme dir völlig zu. Wenn eine Beziehung, egal in welcher Form, scheitert, muss man loslassen. Das wollte ich damit ausdrücken. Und natürlich ist das dann traurig. Mit meinem Artikel habe ich versucht… einen Schritt zurückzutreten und das ganze Bild zu betrachten, wenn du verstehst, was ich meine. Im Einzelnen können Situationen sehr quälend sein. Wenn man dann aber diesen Schritt zurück macht und das Blickfeld erweitert, kann das vieles erleichtern. Auch den Schritt, zurückzufinden zur eigenen Leichtigkeit.

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