Rebellion

Rebellion

Kennt ihr sie eigentlich auch, diese Phasen der heimlichen, stillen, vorwiegend im Kopf stattfindenden Rebellion? Diese Momente, in denen man keine Lust mehr hat, pflichtschuldigst zu funktionieren?
Man behält das oft für sich, weil man sie ja kennt – die Reaktionen seiner Mitmenschen. Schiefe Blicke, verärgerte Reaktionen. Weil man plötzlich mal nicht mehr so reagiert, wie es von einem erwartet wird. Oder man ist sich seiner Rolle als Vorbild bewusst, wenn es Kinder im Haushalt gibt.
Sehr schnell passiert es dann, dass es einem schon als DIE Rebellion schlechthin vorkommt, einfach mal das Telefon auszuschalten. Nicht mehr erreichbar zu sein. Ups. Schon ist die halbe Verwandtschaft verärgert. So was Blödes.
Ich finde sie immer wieder faszinierend – die Erwartungshaltung anderer Menschen. Jeder erwartet etwas von einem. Wie man zu reagieren, was man zu tun hat.
Könnt ihr euch davon ausnehmen? Und was erwartet IHR von ANDEREN? Und was erwartet ihr von euch selbst?

Habt ihr euch mal den Spaß gegönnt, einfach „nein“ zu sagen? Ich mache das gelegentlich. Wenn ich das Gefühl habe, dass dieses kleine Wort jetzt absolut unumgänglich ist. Versucht das mal. Tierisch befreiend. Dass das Wort viel zu selten genutzt wird, merke ich immer wieder im Gespräch mit anderen. Wenn meine Mitmenschen sich quälen, um es allen recht zu machen, um den Erwartungen aller gerecht zu werden. Was vergessen sie dabei? Richtig: Sich selbst. Aber ich stelle trotzdem fest, dass die meisten dieser Menschen nicht in der Lage sind, „nein“ zu sagen. Auch wenn man sie mit dem Kopf drauf stößt. Weil man das ja nicht macht. Man könnte jemanden verärgern. Es könnte komisch rüber kommen.
Richtig. Könnte aber auch einfach passieren, dass es einem guttut. Dass man sich danach besser fühlt. 😉

Ich rebelliere jetzt auch ganz still vor mich hin … und putze das Bad. Weil ich das muss und andere es erwarten. Und wie nennt man das? Richtig: Selbstironie. 😀

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