Wieder Grenzen gesprengt

Wieder Grenzen gesprengt

Diese Woche war eine ganz besondere Herausforderung für mich. Ich hatte einen kleinen Eingriff vor mir, vor dem ich mich allerdings Monate lang gefürchtet habe. Offen gestanden: Ich hatte eine scheiß Angst.
So ist das, wenn man nicht genau weiß, was auf einen zukommt. Und was danach kommt. Zusätzlich wusste ich, dass ich eine solche Situation zum ersten Mal alleine durchstehen muss. Kein schöner Gedanke.

Und was ist passiert? Ich bin aufrecht stehend und mit erhobenem Kopf in diese Situation gegangen, festen Willens, es einfach hinter mich zu bringen. Nach dem Motto „Augen zu und durch“, weil ich es sowieso nicht umgehen konnte. Stellt euch meine Überraschung vor … als alle total nett waren. Wirklich richtig nett. Ich habe mit den Ärzten und Schwestern herumgeblödelt, und ich habe die Geschichten von anderen Patientinnen gehört und wusste da plötzlich, wie unheimlich gut es mir geht!!
Und als ich auf den Eingriff gewartet habe, stand ich in so engem Kontakt mit meinen Freunden, dass ich überhaupt keine Zeit hatte, mir blöde Gedanken zu machen oder mich einsam zu fühlen. Das war ein unglaublich gutes Gefühl!! Und mal ehrlich – es gibt Schlimmeres, als breit lächelnd in eine Narkose weg zu dämmern. 🙂

Davon abgesehen hat mir das Schicksal ein besonderes Geschenk gemacht – eine neue Freundin. Manchmal, glaube ich, ist es einfach vorbestimmt, dass zwei Menschen einander begegnen. Letztes Jahr ist mir das schon einmal passiert, mit wunderbaren Folgen.
Das Schicksal pflanzt einem einen Menschen vor die Füße und sagt „viel Spaß!“ 🙂 Ich bin so dankbar dafür, dass mir die Worte fehlen. Ein wunderbares Leuchtwesen hat sich da an meine Seite gestellt, und sie weiß selbst noch gar nicht, wie hell sie leuchtet. Und ich freue mich auf alles, was diese Freundschaft noch hervorbringt.

Das Wichtigste aber ist, dass ich in dieser Situation gelernt habe, dass ich erstens alles schaffen kann, auch mal im Alleingang, und dass ich zweitens sowieso nie alleine bin.

Ach so, und nebenbei bemerkt: Es geht mir gut. 🙂

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