Freunde

Freunde

Manchmal sind Freunde der einzige Grund, warum du weiter machst. Sie nehmen dir die Klinge ab, die verführerisch blinkt, stoppen den Zug, bevor du auf die Gleise fällst. Sie sind da, wenn du es nicht mehr bist, und finden dich, wo immer du verloren gingst.
Sie sind dein Gesprächspartner beim Einschlafen, wenn du schlaflos daliegst, sind der Tröster in der Nacht und das Lachen am Morgen, um dir in den Tag zu helfen.
Sie sind die, die wissen, wann du lieber schweigst. Sie geben Nähe, halten sich fern, sind lieb oder gnadenlos ehrlich.
Freunde erinnern dich an dein Talent, reiben es dir unter die Nase. Lassen dich nicht aufgeben, geben dich nicht auf.

Und dann, wenn du wieder da bist … sind sie die ersten, die dich willkommen heißen, mit dir anstoßen und sich mit dir über den beklopptesten Schrott wegschmeißen vor Lachen. Herumalbern und das Leben genießen, wild tanzen, Blödsinn machen und mit dir vergessen, was es bedeuten sollte, erwachsen zu sein.
Sie sind mit dir laut, sind mit dir ganz leise. Sind mit dir fröhlich, traurig, andächtig oder aus reiner Verbundenheit wütend auf jemanden, den sie gar nicht kennen.

Viele Freunde sind da, wenn es dir gut geht. Aber die wirklichen Freunde erkennst du daran, dass sie da sind, wenn du ganz, ganz unten angekommen bist. Die wirklichen Freunde lassen dich nicht im Stich. Sie setzen sich mit dir auf den Grund des Brunnens und bleiben so lange, bis du mit ihnen gemeinsam die Brunnenwand wieder hochklettern kannst, mit einem hoffnungsvollen Lächeln auf den Lippen und einem Kichern in der Kehle, das so sehnsüchtig darauf wartet, endlich wieder gehört zu werden.

DANKE.

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